Segel setzen für die Menschlichkeit

«Segel setzen für Menschlichkeit». So lautet der Titel eines interreligiösen Kunstprojekts, bei dem ein Mahnmal im Friedhof Feldli aufgerichtet wird. Das Kunstobjekt wird durch Ahmad Al Rayyan von der St.Galler Kunstgiesserei gefertigt. Es hat die Form eines Segels und erinnert an zehntausende von Menschen, die auf der Flucht nach Europa im Meer ertrunken oder auf dem Landweg gestorben sind. Hinter dem Projekt steht eine Gruppe, welche die Aktion «Beim Namen nennen» jeweils im Juni um den Weltflüchtlingstag durchführt. Mit dabei sind unter anderem der katholische Migrationsseelsorger Chika Uzor, Pfarrer Uwe Habenicht und Pfarrerin Birke Müller von der reformierten Kirche sowie Zen-Lehrerin Franziska Jinen Schneider vom Zen-Zentrum im Grünen Ring.

Das interreligiöse OK, das jeweils die Aktion «Beim Namen nennen» durchführt, weiht im 10.Juni (zehn Tage vor der diesjährigen Aktion) ein Mahnmal auf dem Friedhof Feldli ein.
Segel (Foto: Entwurf für das Segel vom Künstler Ahmad Al Rayyan)

Helfen Sie mit, einen sichtbaren Ort der Menschlichkeit und des Erinnerns zu schaffen...

Das Schicksal der vielen Frauen, Kinder und Männer, die jedes Jahr beim Versuch, in Europa Schutz zu finden, ums Leben kommen, lässt niemanden unberührt. Das religionsübergreifende Aktionsbündnis «Beim Namen nennen» erinnert, an diese offene Wunde Europas, indem die Namen der Verstorbenen geschrieben und gelesen werden. Als Einzelne haben wir für diese Krise der Menschlichkeit keine Lösung, aber wir können gemeinsam und öffentlich zeigen, dass uns die Schicksale der Geflüchteten nicht gleichgültig sind.
Um den über 50’000, auf Stoffstreifen geschriebenen Namen der ums Leben Gekommenen, einen würdigen Ort zu geben, entsteht auf dem Friedhof Feldi ein Ort des Erinnerns. Der palästinensische Künstler Ahmad Al Rayyan wird dafür eine Skulptur schaffen, die wie ein Segel an das Schicksal der Geflüchteten erinnert. Zu seinem Entwurf schreibt er:
«Das Segel steht als fragile Architektur des Erinnerns ein Segel, das sich nicht mehr bewegt und dennoch den Wind trägt.»

Ort (Foto: Friedhof Feldli: Auf der rechten Seite wird der Ort des  Erinnerns entstehen. )

Spenden gesucht

Dank der grosszügigen Unterstützung vieler Stiftungen und Institutionen sind wir der Realisierung des Ortes des Erinnerns schon sehr nah. Insgesamt fehlen uns jedoch noch rund 5000 Franken.
Ihr Beitrag kann uns dabei helfen, ein sichtbares Zeichen der Menschlichkeit zu setzen.
Birke Müller, reformierte Pfarrerin
Chika Uzor, katholischer Seelsorger
Uwe Habenicht, reformierter Pfarrer
Franziska Jinen Schneider, Zen-Zentrum im Grünen Ring
Kathrin Lettner, Systemischer Coach

v.l. Chika Uzor; Birke Mueller, Uwe Habenicht und Franziska Jinen Schneider

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