Besuch im Warenkorb

Besuch Kinder im Warenkorb (Foto: Bettina Ledergerber )
Am liebschte würd i grad nomol go
Im Religionsunterricht der aufgestellten Gruppe von sieben Schülerinnen und Schülern der fünften Klasse im Primarschulhaus Oberzil steht das Thema Diakonie auf dem Programm. Da liegt es nahe, Menschen kennenzulernen, die sich in der Kirchgemeinde freiwillig engagieren. Kerstin Stahlberger, die Leiterin vom «Warenkorb», ist sofort bereit, den Schülerinnen und Schülern Einblick zu gewähren. Sie wurden miteinbezogen in den Ablauf der Lebensmittelausteilung, der genau festgelegt ist, damit sich niemand ungerecht behandelt fühlt: Die Schülerinnen und Schüler konnten einerseits beim Festlegen der Reihenfolge mitwirken, in der die Frauen und Männer den Raum mit den Lebensmitteln betreten. Andererseits durften sie auch die ausgesuchten Waren in die Einkaufstaschen füllen. Spannend wurde es für sie, im Eingangsraum die nächste Person mit einer «gelösleten» Zahl aufzurufen. Und wie in der Rolle eines Verkäufers fühlte es sich an, den Besuchenden die ausgestellten Waren zu empfehlen und anschliessend in deren grosse Taschen einzufüllen.

Ein grosser Dank gilt dem Team der ehrenamtlich Tätigen im Warenkorb, die unsere Schülerinnen und Schüler mit grosser Herzlichkeit an die Hand nahmen und sie so selbständig ausprobieren und mithelfen liessen! In den kurzen Gesprächen zwischen den Schülerinnen und Schülern und den Mitarbeitenden ist die Intention für das Engagement im Warenkorb deutlich geworden, Food Waste zu verhindern und einkommensschwache Menschen zu unterstützen. Die Schülerinnen und Schüler haben sich von diesem diakonischen Einsatz so berühren lassen, dass sie einstimmig entschieden «Am liebschte würd i grad nomol go!» Und so steht fest «In der 6. Klasse kommen wir wieder!»

Glücklich und beladen mit einigen Lebensmittelgeschenken, die noch übriggeblieben sind, ist die Schülergruppe am Ende eines langen Schultages nach Hause zurückgekehrt. Lassen wir sie selbst berichten:
Ich finde es schön, dass es so etwas gibt.
Ich wusste nicht, dass es den Warenkorb gibt. (Yanik)
Es war schön und cool. (Nico)
Ich finde es gut, dass es gratis ist für die Leute. (Manuel)
Ich finde die Ablauf-Regeln gut, das Lotto-Spiel. (Noelia)
Keiner hat weniger bekommen als der andere. (Yanik)
Ich habe mir die Auswahl grösser vorgestellt. (Noelia)
Aufbackpizza hat gefehlt und für die Kinder Süssigkeiten. (Manuel und Yanik)
Die Letzten hatten nicht mehr so eine grosse Auswahl.
Am Schluss durften wir Äpfel, ein Getränk, Schoggidrink-Pulver oder Farmer-Riegel mitnehmen.
Die Getränke waren sehr lecker! (Dario)

Besuch Kinder im Warenkorb (Foto: Bettina Ledergerber )
Besuch Kinder im Warenkorb (Foto: Bettina Ledergerber )